Spielzeughit´s im Wandel der Zeit

Geschrieben am 17 August 2016 von

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Ich bin ein Kind der 90er Jahre

und wie wahrscheinlich jeder von

Ihnen erinnere auch ich mich gerne

an meine Kindheit zurück und an

die Spielsachen, mit denen ich groß

geworden bin. Bei der Arbeit in

einem Spielwarenladen wird man

täglich mit Hunderten von

Spielsachen konfrontiert und denkt

sich daher oft: „Ach, dass es das

immer noch gibt, damit haben wir

doch damals schon gespielt!“

 

 

Spielwaren, die sich enorm

 

verändert haben:

 

Tatsächlich stellt man jedoch auch

viele Veränderungen fest. Die Barbies

meiner Kindheit waren beispielsweise

alle groß und hatten völlig

unrealistisch schlanke Proportionen.

Seit 2016 produziert Mattel® hingegen

quasi für jeden seine Wunschbarbie-

ob kurvig, groß oder zierlich.

Mattel® reagiert auf die Kritik der

Gesellschaft, dass Barbiepuppen ein

unrealistisches Idealbild

schaffen würden.

 

Bereits 2015 antwortete die Firma in

einem ersten Schritt auf die Kritik

an dem Schönheitsideal, indem

Barbie – die ich selbst natürlich

auch nur auf hohen Schuhen erlebt

habe – nun eine flache Fußform

erhielt und so plötzlich in Sneakern,

Ballerinas und Co. durch die Gegend

laufen konnte. Durch einen

beweglichen Knöchel können ihr

Highheelliebhaber aber auch

weiterhin hohe Schuhe verpassen.

 

 

Mein persönliches Urteil dazu:

 

Super! Kinder werden früh genug mit

unrealistischen Schönheitsidealen

konfrontiert. Die Barbie bleibt auch

mit ein paar Kilos mehr auf den

Rippen immer noch die Barbie,

die wir kennen und lieben. Sie kann

auch so noch auf ihren hohen

Hacken durch die Gegend stolzieren,

sich chick machen und präsentieren.

 

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Ein weiter Klassiker meiner Kindheit

war Polly Pocket. 1998 wurde es von

Mattel® aufgekauft und Barbie

entsprechend hat sich auch hier im

Lauf der Jahre einiges verändert.

Bereits mit dem Aufkauf der Marke

wurden die Figuren ab 1999 von

1cm auf 2cm vergrößert. Als Kind fand

ich das ehrlich gesagt ziemlich

bescheiden. Die Figuren haben nun

optisch einfach nicht mehr zu meiner

Kollektion gepasst. Seit 2002 sind die

Figuren sogar 8cm groß.

 

 

Mein persönliches Urteil:

 

 

Aus heutiger Perspektive kann ich

die Entscheidung von Mattel®, die

Figuren größer zu machen, nur

unterstützen. Der Sicherheitsaspekt

spielt eine wichtige Rolle. 1 cm große

Figuren können nicht nur von

Kleinkindern sondern auch von

größeren Kindern schnell verschluckt

werden oder in Körperöffnungen

gesteckt werden, wo sie nichts

verloren haben, wie beispielsweise

in Nase oder Ohren. Im schlimmsten

Fall muss dann sogar ein Arzt

aufgesucht werden- das war´s dann

mit dem Spielspaß! Warum also

unnötige Risiken eingehen, wenn

ein paar Zentimeter mehr letztendlich

nichts am Spielspaß ändern?!

 

 

 

Spielwaren, die sich

 

kaum verändert haben:

 

 

Ein weiterer Mädchenklassiker

meiner Kindheit war die BABY born

Puppe von Zapf®. Sie feiert dieses

Jahr ihren 25. Geburtstag und

beweist so, dass die essende und

trinkende Puppe auch heute noch

für große Beliebtheit bei ihrem

jungen Publikum sorgt.

Im Gegensatz zu Barbie und

Polly Pocket hat sich diese Puppe

jedoch kaum verändert. Dies beweist,

dass nicht alles mit der Zeit gehen

muss, sondern manche Klassiker

einfach Bestand haben.

 

 

 

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Zu sehen ist ein solches Verhalten

auch bei Gesellschaftsspielen wie

Mensch-ärgere-dich-nicht oder

das verrückte Labyrinth. Ersteres

gibt es bereits seit 1907/1908. Es

sorgt somit seit über 100 Jahren für

Spielspaß in den Familien. Auch

wenn sie beide echte Spieleklassiker

sind, überraschen Schmidt- Spiele®

hier immer wieder mit neuen Designs

und gehen so – wie die Konkurrenz

auch- mit der Zeit.

So erschien 2015 beispielsweise das

verrückte Labyrinth passend zum

neuen Starwarsfilm in der

Starwars- Edition.

 

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Was zum Abschluss

 

nicht fehlen darf:

 

 

Ein besonderer Spieleklassiker der

90er Jahre erlebt gerade wieder einen

echten Höhenflug: Pokémon. Auch

wenn ich selbst nie Fan der Serie und

der Spielemöglichkeiten war, so

beeindruckt es mich dennoch, wie

sich ein Spiel nicht nur so auf dem

Markt halten kann (das haben wir ja

auch bei Spieleklassikern wie

Mensch-ärgere-dich-nicht oder

das verrückte Labyrinth gesehen),

sondern wie es nach so langer Zeit

wieder so einen Hype auslösen kann.

Erwachsene Menschen gehen auf die

Straße, um mit ihren Smartphones

Pokémons zu suchen.

Das geht soweit, dass nun bereits

Unfallversicherungen für Pokémon-

Spieler angeboten werden, da

scheinbar viele Spieler abgelenkt

durch ihr Smartphone Unfälle

erleiden.

 

 

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Fazit:

 

 

Wie alle Dinge gehen natürlich

auch Spielsachen mit der Zeit.

Das bemerken wir alle spätestens

dann, wenn wir uns einmal das

Spielzeug unserer Eltern oder

Großeltern ansehen oder uns davon

euphorisch in ausgeschmückten

Stories  berichtet wird. Jeder wird

mit dem Wandel aber nochmal auf

andere Art und Weise konfrontiert,

wenn es um die Spielsachen geht,

mit dem man selbst groß geworden

ist. Umso schöner ist es, wenn man

sieht, dass manche Dinge auch

Bestand haben.

Erfreuen Spiele die Menschen über

einen langen Zeitraum, wie

beispielsweise Mensch-ärgere-

dich-nicht, wirken sie sogar

Generationenverknüpfend.

Der Tante oder dem Opa müssen

keine Regeln mehr erklärt werden,

auch wenn das Spiel vielleicht in

neuem Design erstrahlt.

 

Auch durch die modernen Medien

wie Smartphones können „alte“ Spiele

wieder einen Höhenflug erleben.

Man geht mit der Zeit und erhält

dennoch eine Form der Spieltradition

bei.

 

 

Quellen Text und Bilder:

 

Baby Born

Barbie

Polly Pocket

Pokémon

Pokémon

Schmidt-Spiele

 

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Kommentare (4)

 

  1. Tanja sagt:

    Auch ich möchte mich für die schöne Liste bedanken. Ich finde es eine schöne Sache, dass einige Spiele bzw. Spielzeuge es schaffen über Jahrzehnte die Kinder zu begeistern. Dass man dabei Variationen bzw. Weiterentwicklungen stattfinden finde ich gut und auch wichtig (siehe Barbie). Einige Klassiker, die mir dazu noch einfallen wären u.a. Monopoly, Jenga und Uno.
    Was mir in den letzten Jahren ebenfalls aufgefallen ist, ist dass man sich immer mehr auf Lizenzthemen ausrichtet, d.h. alles gibt es in der „Eiskönigin“/“Minions“/“Starwars“ etc. Sonderedition. Finde ich etwas schade, da die Einzigartigkeit des eigentlichen Spiels etwas verloren geht. Beim verrückten Labyrith sollte man in meiner Welt noch immer Eulen, Schlüssel und Gespenster verschieben 😉

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    • Janina Spies sagt:

      Liebe Annika, liebe Tanja und lieber Fabian,

      zuerst einmal möchten uns bei euch allen für eure lieben Kommentare herzlich bedanken! Es freut uns immer, wenn uns Leser an ihrer Meinung zum Thema teilhaben lassen.

      @Fabian: Danke für deinen Nachtrag zum Thema Kuscheltiere! Wir stimmen dir voll und ganz zu: Kuscheltiere begleiten wirklich schon seit Generationen die Kinder auf ihrem Weg und sind – wie du selbst bereits gesagt hast – nicht nur ein Freund, sondern durch ihren psychologischen Aspekt auch ein Sorgenfresser.

      @Tanja: Auch dir danken wir recht herzlich für deinen tollen Kommentar! Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du die Klassiker den Sondereditionen vorziehst – mir persönlich geht es dabei nicht anders. Allerdings denke ich, dass durch Sondereditionen ein Spiel auch nochmal neu entdeckt werden kann bzw. neue Anreize hinzukommen. Zum Glück nehmen die Hersteller ihre Classic-Edition dafür ja nicht vom Markt. So ist für jeden was dabei.

      @Annika: Da hast du selbstverständlich recht und genau das wollte dieser Blogeintrag auch zeigen. Man spricht immer davon, dass die Zeit alles verändert. Und wie gesehen, stimmt dies im Hinblick auf Gender- und Sicherheitsaspekte oder neue Innovationen auch. Letztendlich erleben die Kids heute aber auch noch Barbies Traumwelt u.ä. wie wir damals. Auch bei dir möchten wir uns für deine Meinung zum Thema herzlich bedanken!

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  2. Fabian sagt:

    Schöne Liste. Was aber meines Erachtens fehlt, sind Kuscheltiere. Die sind so zeitlos und auch in der heutigen, technickgeprägten Gesellschaft immer noch ein beliebtes Geschenk und Spielzeug für Kinder.

    Kuscheltiere waren früher ein ideales Spielzeug, sind es heute noch und werden es auch bleiben, vor allem aufgrund ihres psychologischen Aspekts. Sie sind als Freund stets ein Halt für das Kind und ständiger Begleiter im Alltag, in der Kindheit und oft noch darüberhinaus.

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  3. Annika sagt:

    Wie die Zeit vergeht – aber letztlich ändern sich doch nur Details. Im großen und ganzen spielen die Kinder heute noch genauso wie wir auch in den 90er Jahren gespielt haben!

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